Das Besucherbergwerk Graf Wittekind ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk in Dortmund-Syburg. Hier stehen in der südlichen Syburger Mulde die ältesten Schichten des produktiven Oberkarbons an.
Im Kuhlenbau und mit Stollen sowie Schächten von geringer Teufe wurde das Magerkohlenflöz Sengsbank abgebaut.
Der Bergbau in Syburg begann 1582 im Grubenfeld des Schwerter Richters Mathias Becker. Von 1740 bis 1801 waren dann auf beiden Seiten des Schleifmühlenbaches die Stollen der Zeche Schleifmühle in Betrieb. Nachlesebergbau betrieb noch die Zeche Graf Wittekind ab 1868. Am Nordwesthang des Sybergs existierten nacheinander drei Stollenbergwerke. Im Stollen Beckersches Feld wurde von 1582 bis 1663 oberflächennah Steinkohle abgebaut. Es folgten unweit der Stollen Schleifmühle, der von 1740 bis 1801 in Betrieb war. Anschließend wurde ab 1858 der Stollen Graf Wittekind genutzt, der 20 Jahre später aufgegeben wurde.

Von 1986 an wurden die Stollenbergwerke vom Arbeitskreis Dortmund des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier restauriert und wiederhergestellt. Seit 1997 sind die Stollenzechen ein von der Bergbehörde anerkanntes und überwachtes Schaubergwerk.

Heute können, über den Syburger Bergbauweg erreichbar, nach vorheriger Vereinbarung, Stollen von einer Gesamtlänge von über 300 Metern und frühe Abbausysteme im Besucherbergwerk Graf Wittekind besichtigt werden.

 Zum Artikel Aspekte der Geschichte der Zeche Graf Wittekind

 
SCROLL TO TOP